Liechtenstein mit Vaduz

Liechtenstein

 

 

 

 

 

Liechtenstein ist der sechskleinste Staat der Erde und neben Monaco, dem Vatikanstaat, Andorra und San Marino einer der Mikrostaaten auf dem europäischen Kontinent. Es handelt sich dabei um eine konstitutionelle Monarchie, bei der der Fürst von Monaco noch immer eine bedeutende Rolle in der Politik hat. Liechtenstein ist vor allem für seinen großen Einfluss im Bankwesen bekannt, diente viele Jahre aufgrund der entsprechenden Steuersätze als ein Steuerparadies für europäische Bürger und besitzt überproportional viele Großunternehmen, die hier ihren Sitz haben. Bereits vor dem zweiten Weltkrieg begann eine enge Zusammenarbeit mit der Schweiz, was auch zur Einführung des Schweizer Franken als offizielle Währung führte.

Lage und Geographie von Liechtenstein 

Bei Liechtenstein handelt es sich um einen europäischen Binnenstaat im Alpenraum. Das Land grenzt dabei an die Schweiz und Österreich und ist neben Usbekistan nur der zweite Staat der Welt, der selbst nur von zwei Binnenstaaten umgeben ist. Mit gerade einmal 160,477 Quadratkilometern handelt es sich bei Liechtenstein um das viertkleinste Land Europas und das sechstkleinste Land der Welt.

Dominiert wird die geographische Gliederung von Liechtenstein durch die Alpen und den Rhein. Beinahe über die Hälfte des staatlichen Territoriums besteht aus Bergen und Erhöhungen, wobei die andere Hälfte zumeist vom Rhein und den Tälern geprägt ist, die hier über die Jahrtausende entstanden sind. Der Rhein ist dabei auch identisch mit einem Teil der Staatsgrenze. Der vordere Grauspitze ist mit 2.599 Metern der höchste Punkt des Landes.

Obwohl mitten in den Alpen gelegen, ist das Klima zumindest im Sommer vergleichsweise mild. Mit durchschnittlichen Temperaturen von 20 bis 28 Grad befindet man sich im europäischen Schnitt. Dafür sind die Winter besonders kalt: Hier sinken die Temperaturen an manchen Tagen auf bis zu Minus 19 Grad.

Die Geschichte von Liechtenstein

Eine Besiedelung des heutigen Gebietes von Liechtenstein erfolgte nach der Ansicht von Experten bereits das erste Mal in der Jungsteinzeit. In den folgenden Jahrhunderten und Jahrtausenden war das Geschick des Landes zuerst von den Römern und später von sich abwechselnden Grafen dominiert, die in irgendeiner Form über Teile des heutigen Herrschaftsgebietes regierten. Mit der Grafschaft Vaduz im 10. Jahrhundert entstand erstmal so etwas wie ein Vorgängerstaat des heutigen Gebildes. Dieses formte sich allerdings erst endgültig als es im frühen 18. Jahrhundert vom Kaiser des Heiligen Römischen Reiches in den heutigen Staatsgrenzen vereint und als unabhängiges deutsches Fürstentum in das Reich aufgenommen wurde.

Über viele Jahre war Liechtenstein der Schauplatz der innereuropäischen Kriege, besonders jene mit Beteiligung der Schweiz, Österreich oder Deutschland. Obwohl Mitglied im Deutschen Bund war Liechtenstein über viele Jahre ohne einen natürlichen politischen und strategischen Partner und suchte daher die größte Nähe zu Österreich. Dies dauertes bis zum Ende des ersten Weltkriegs an, bei dem der Staat neutral geblieben war. Nach der Auflösung der Zollverträge mit Österreich schloss man sich der Eidgenossenschaft Schweiz mit einem ähnlichen Vertrag an.

Auch im zweiten Weltkrieg blieb man neutral und wurde von Kampfhandlungen verschont. Das brachte der Wirtschaft einen erheblichen Aufschwung, der auch nach den Kriegsjahren weiter anhielt. Dabei war die weitere Bindung an die Schweiz traditionell, die formel auch die Verteidigung des Landes übernahmen. Mit dem Beitritt in den Europäischen Wirtschaftsraum EWR war schließlich die Grundlage für die heutige wirtschaftliche Kraft gelegt worden.

Die Bevölkerung von Liechtenstein

Traditionell wird bei Liechtenstein zwischen der Wohnbevölkerung und der Arbeitsbevölkerung unterschieden. Es gibt viele Menschen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, die jeden Tag nach Liechtenstein pendeln, da hier ihre Arbeitgeber sind. Die tatsächliche Bevölkerung beträgt laut dem Stand von Mitte 2017 etwa 38.000 Menschen. Dabei ist Liechtenstein besonders bekant für seinen Bevölkerungsmix. Nur 60 Prozent der Einwohner sind auch in Liechtenstein geboren. Darüber hinaus nehmen die deutschsprachigen Zuzügler einen Großteil des Ausländeranteils ein. Mit einer Dichte von 236 Menschen pro Quadratkilometer befindet man im Schnitt der Kleinstaaten von Europa.

Obwohl Liechtenstein zwischen der Schweiz und Österreich gelegen ist, ist die offizielle Amtssprache nur Deutsch. In der Mundart und in den Medien wird jedoch meistens ein leichter schweizerderdeutscher Dialekt gesprochen. Auffällig ist, wie stark sich die Dialekte innerhalb des kleinen Landes voneinander unterscheiden. So kann die tatsächliche Aussprache in der Alpenregion eine vollkommen andere als in der Hauptstadt Vaduz sein.

Die wichtigsten Städte von Liechtenstein

Die Bevölkerung und Industrie teilen sich in Liechtenstein in verschiedene Städte ei, wobei die Hauptstadt, entgegen der anderen Länder in Europa, nicht die entscheidendste Rolle spielt. Neben der Hauptstadt Vaduz sind auch die Städte Schaan, Triesen und Balzers mit rund 5.000 ständigen Einwohnern im gleichen Maße bevölkert. Trotzdem gilt Vaduz als die wichtigste Stadt des Landes. Hier ist nicht nur ein großes Teil der Dienstleistungs-Branche angesiedelt. Auch das berühmte Schloss Vaduz als wichtigste Sehenswürdigkeit und die meisten staatlichen Institutionen sind in der Hauptstadt zu finden.

Kultur, Tradition und Sehenswürdigkeiten in Liechtenstein

Die Liechtensteinische Kultur ist vor allem von einer eher zurückgezogenen Art und Weise geprägt, die sich sehr gut mit jener der Schweiz vergleichen lässt. Hier spielen Umzüge, Blasmusik, Theater und Tanz eine wichtige Rolle. Der Grund dafür ist vor allem darin zu finden, dass Liechtenstein über viele Jahre nur aus regional sehr isolierten Bauerndörfern bestand. Trotzdem hat sich über die Jahre ein breiter Kulturschatz angehäuft. So spielt zum Beispiel der Karneval ähnlich wie in Deutschland eine besondere Rolle. Bekannt ist vor allem das Wimmlete, ein Fest zur Ernte der Trauben, das im ganzen Land gefeiert wird.

Kunst und Museen werden zumeist aus der Kasse des Fürsten von Liechtenstein bezahlt, der auch einen großen Teil der Kunstschätze des Landes stellt. Diese sind in verschiedenen Museen in Vaduz zu sehen und enthalten zum Beispiel Relikte der langen und bewegten Geschichte des Landes. In Vaduz befindet sich auch die mit Abstand wichtigste Sehenswürdigkeit des Landes, die einen großen Teil der Besucher anzieht: Das Schloss Vaduz. Die einstige Festung des Landes ist heute offizieller Sitz des Fürsten von Liechtenstein und bietet eine Dauerausstellung über die Geschichte des Landes an. Da Liechtenstein in vielen Kriegen verschont geblieben ist, lassen sich noch heute verschiedene mittelalterliche Befestigungen im ganzen Land sehen, die nicht im zweiten Weltkrieg zerstört worden sind. Auch ein Besuch im Kunstmuseum von Vaduz ist lohnenswert, da sich hier die Sammlung der Fürsten von Liechtenstein befindet.

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